Unsere Route - Unser Hotel
An diesem Morgen verlassen wir the Big Easy. Wir haben in dieser Stadt einen tollen "happy forth" und eine mega Party erlebt. Wir machen uns nun auf auf den Weg nach Norden, unser nächstes Ziel heisst Vicksburg, etwa 450 km von New Orleans entfernt.
Wir fahren die River Road, sie führt entlang des Mississippi. Was für ein Erlebnis! Wir sehen all die Dämme, welche den gewaltigen Fluss aufhalten sollen, direkt daneben wundervolle Südstaaten-Häuser, überdimensionierte Brücken und eine sanfte, grüne Landschaft. Herrschaftliche Villen wechseln sich ab mit einfachen und heruntergekommenen Holzbaracken - gegensätzlicher kann dieses Land nicht sein. Armut und Reichtum liegen so nah beieinander, und trotzdem haben wir nicht das Gefühl, dass es eine grossse Rolle spielt hier in Amerika.
Auf der Fahrt nach Norden besuchen wir Oak Alley, eine alte Plantage, wo früher Baumwolle angebaut worden ist. Das Haus ist umgeben von einer dreihundert Jahre alten Eichenallee, daher auch der Name. Mächtig und unbeugsam stehen die Bäume vor dem Haus und lassen uns Menschen winzig erscheinen. Wie vergänglich doch alles ist, und was haben diese Bäume doch schon alles gesehen und erlebt - das Südstaaten-Feeling erfasst und und zieht uns in seinen Bann. Es ist schlicht und einfach nur wunderschön!
Weiter fahren wir den Mississippi entlang der US-61 nach Norden. Die Landschaft ist lieblich, sanfte Hügel, grüne Wiesen, vereinzeilte Häuser und viele Kirchen mit Friedhöfen direkt an der Strasse. Faszinieren tun uns vor allem die Kudzu-Wälder. Das ist ein Efeu, welches alle Bäume frisst, sich an ihnen empor rankt und vollkommen verschlingt. Die Wälder erscheinen wie geheimnisvolle, undurchdringbare und dichte Ungeheuer, aber sind trotz allem von unbeschreichlicher Schönheit. Wir halten mehrmals an und bestaunen diese Landschaft. Alles sieht so gepflegt aus, so grün, der Rasen geschnitten und mitten drin dunkelgrüne Bäume. Die Gegend kommt uns vor wie ein einziger, grosser Golfplatz.
In Natchez machen wir dann einen kurzen Halt und geniessen die Lage direkt am Mississippi. Tief unter der Stadt windet sich der Fluss träge dahin und entschwindet in der Ferne. Natchez wurde von den Spaniern gegründet, nachdem aber zuerst die Franzosen hier gewesen sind. Das kleine Städtchen gibt sich auch so. Wir haben das Gefühl, 50 oder 100 Jahre zurück versetzt zu sein. Auch gibt es hier wunderbare Antebellum-Häuser (Südstaaten-Häuser), einige genau so schön oder schöner als in New Orleans.
Nach Natchez fahren wir weiter nach Vicksburg. Hier fand im amerikanischen Bürgerkrieg eine entscheidende Schlacht statt, und demzufolge gibt es hier auch einen riesigen Park zu diesem Thema. Vicksburg liegt ebenfalls direkt am Mississippi, und aus unserem Hotelzimmer haben wir direkte Sicht auf diesen Fluss, auf die Brücke und auf die Boote, welche den Fluss hinauf und hinunter fahren. Ein bisschen kommen wir uns vor wie Mark Twain, wir fühlen uns wie Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Was müssen das für Zeiten gewesen sein! Ansonsten ist hier aber nicht viel los, Vicksburg ist ein beschaulicher, im Zentrum herausgeputzter Ort mit viel Charme und Flair. Hier gibt es am Strassenrand sogar eingebaute Lautsprecher, welche uns mit süsser Dixie-Blues Musik berieseln. Irgendwie ist die Zeit hier stehen geblieben, ein Ort fern von Hektik.
Zum Hotelkomplex gehört auch ein Spielcasino und ein Steakhouse. Wir haben nun drei Wochen gut gegessen, aber der Junk-Food war doch immer all gegenwärtig, Zwar gut, aber halt meistens doch fettig und mastig. Burger, French Fries, Seafood Platter, Lobster, Nachos, Ceasar-Salad, Pizza und Jambalaya - Amerikas Gourmet-Küche lässt grüssen. Und so haben wir uns heute zum ersten Mal ein Steak gegönnt - wie war das fein. Sogar ein Steak-Messer wurde uns dazu serviert. Was für ein Dinner! Morgen geht es dann weiter Go West, wir fahren nach Amarillo, Texas, und treffen dort erstmals auf die Route 66!
Die Südstatten haben es uns wirklich angetan. All die Geschichten, Legenden, Filme und Erzählungen, der Jazz und der Blues - es ist eine faszinierende Welt für sich und ein anderes Amerika. Und man muss es erlebt haben!






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