Unsere Route - Unser Hotel
Von Albuquerque machen wir uns auf den Weg nach Santa Fe. Bisher kenne ich diese Stadt nur aus den Winnetou-Filmen und anderen Western. Demzufolge bin ich auch gespannt, was uns erwartet. Wir nehmen auch diesmal nicht die Interstate, sondern fahren über den sogenannten Turquoise-Trail, eine alte Handelsstrasse von früher zwischen den beiden Städten. Sie führt über die Berge und windet sich ähnlich wie eine Schweizer-Passstrasse.
Es ist merklich kühler hier oben und es riecht wie in den Schweizer Bergen. Die Vegetation ist karg, lauter Zwergföhren, und erinnert uns an den Ofenpass. Nur die Häuser sind anders. Auch hier ist alles im Adobe-Stil gebaut und fasziniert ungemein.
Auf der Strecke nach Santa Fe passieren wir den kleinen Ort Madrid (!?!?). Was es hier alles für Namen gibt. Übrigens haben wir auf der Fahrt hierher auch noch eine Mattehorn Road passiert...
Madrid war eine einstmalige Minenstadt für Edelsteine, danach lange Zeit eine Geisterstadt und wurde dann von Künstlern und Aussteigern wieder zu neuem Leben erweckt. Heute ist Madrid ein echtes Schmuckstück mit vielen kleinen Läden und Boutiquen, alten Saloons und ein Minen-Museum.
Nach einem Bummel durch das Dorf gehen wir in den Mine Shaft Saloon. Schon als wir eintreten, fühlen wir uns in den Wilden Westen zurückversetzt. Es fehlt nur noch der Colt an der Hüfte und die Schiesserei kann losgehen. Alles ist hier aus Holz, man fühlt sich wie früher. Die Wände sind zugedeckt mit verzierten Dollar Noten. Auch Jana verewigt sich und hängt eine Note an die Wand. Und die Tresen sind so wie in den Western Filmen - Mann bestellt einen Whiskey, der Barkeeper füllt das Glas, und stösst es mit einem gewaltigen Schub quer über die Theke zu mir herüber. Dann exen und nochmals einen!! Soweit meine Gedankenspiele, aber ich muss ja noch fahren.
Wir fahren weiter nach Santa Fe und es folgt das übliche Prozedere. Same procedure as every day -wir checken ein und gehen in die Stadt. Diesmal macht aber das Wetter nicht mit, als wir in Santa Fe ankommen, ist der Himmel schwarz und es regnet. Da hätten wir nun Zeit, um endlich wieder mal an den Pool zu liegen und die Sonne zu geniessen....und dann das. Aber OK, wir können nicht sechs Wochen Sonnenschein haben (und Debby haben wir ja schon lange vergessen).
Trotzdem gehen wir in die Stadt. Santa Fe kommt uns ein wenig vor wie Albuquerque, nur eleganter, schöner, geschäftiger und amerikanischer. Hier hat es viele amerikanische Touristen, das Preisniveau ist höher, aber es gibt tolle und exklusive Sachen zu kaufen. Wir gehen in einen Western-Shop und sind begeistert. Echte und extravagante Cowboy-Stiefel in allen Farben und Varianten. Einfach nur geil!! Für uns Schweizer ist das Tragen solche Boots jedoch Ausnahmezustand, wann sollen wir diese denn anziehen? Schweren Herzens verzichten wir auf einen Kauf und unsere Brieftasche dankt uns dies auch. Die Boots kosten von 300 $ aufwärts *schluck*!
Zum Abschluss essen wir in einem italienischen Restaurant in der Old Town und sind vom Geschmack und der Qualität angenehm überrascht. Morgen haben wir grosses vor, es geht auf zum Grand Canyon. Und das Wetter soll auch wieder besser werden.





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