Unsere Route - Unser Hotel
Nach dem herrlichen Tag im Grand Canyon machen wir uns auf den Weg ins Monument Valley. Wir können es kaum erwarten, bis wir dort ankommen. Unzählige Male haben wir Bilder davon gesehen, aber nun dies alles in Wirklichkeit vor uns zu haben - was muss das für ein Gefühl sein. Schon auf dem Weg dorthin bewundern wir wiederum die total gegensätzliche Landschaft von Arizona. Da fahren wir eine Anhöhe hoch, bewachsen mit Kiefern, dichten Wäldern und einem Geruch wie in den Schweizer Bergen, und im nächsten Moment, oben angekommen, erscheint auf der anderen Seite eine karge Wüstenlandschaft mit gedrungenem, struppigen Gebüsch, von Felsen durchzogen.
Sommerzeit ist hier auch Monsumzeit. Das stellen wir in den letzten Tagen immer wieder fest. Innerhalb von Minuten verdunkelt sich der Himmel. Schwarze, dichte Wolken hängen tief über den Tälern und Felsen, die Blitze zucken nur so herab, und dann ergiesst sich ein Wasserfall über unser Wagen. Kein Wunder haben früher alle gedacht, die Götter sind erzürnt! Echt unheimlich, aber ein gewaltiges Naturschauspiel.
Wie die Landschaft wechselt auch das Wetter innerhalb von Minuten. Plötzlich klart der Himmel auf und strahlt im schönsten Blau - und vor uns tauchen die ersten Formationen des Monument Valley auf. Wir sind entzückt! Die Götter meinen es also gut mit uns.
Beim Abzweiger "Monument Valley" in Kayenta zweigen wir ab und fahren ins Tal hinein, die majestätischen Felsen vor uns kommen immer näher. Schnurgerade führt die Strasse ins Tal hinein - wie oft haben wir dies in Filmen gesehen. In diesem Moment kommen wir uns vor wie Thelma und Louise! Es ist einfach nur atemberaubend!
Unser Hotel liegt direkt im Park und alle Zimmer haben Sicht auf das Valley und die Felsformationen. Auch vom Restaurant aus geniesst man volle Sicht auf das Tal. Unvorstellbar! Wir essen hier und im Hintergrund stehen die mächtigen Felsformationen. Es ist einfach zu kitschig um wahr zu sein, aber es wahr. Wie verzeihen dem Hotel in diesem Moment sogar, dass man hier keinen Alkohol bekommt, denn mit einem Glas Wein lässt sich der Sonnenuntergang und das Naturspektakel zweifelsohne stilvoller geniessen. Einmal mehr erleben wir einen unvergesslichen und wunderbaren Abend.
Am nächsten Morgen folgt wiederum same procedure as always und dann starten wir mit unserm SUV - auf neudeutsch ein Sport Utiliy Vehicle - zum Valley Drive. In etwa 2-3 Stunden, je nach Haltedauer und Fahrweise, darf man das Monument Valley auf einer vorgegebenen Strecke durchfahren. Was für ein Feeling! Die holprige Strecke verlangt mir alles ab, auf dem Sand drehen die Räder immer wieder durch und wir werden durchgeschüttelt wie auf dem Auto-Scooter. Aber es ist wahnsinnig aufregend und wir haben unseren Spass. Und unser Wagen sieht danach aus wie nach einer Wüstenralley.
Die Navajos lassen sich auch vieles einfallen hier im Tal. Man kann Pferde mieten und durch das Tal reiten, man kann zu einem Felsen wandern oder einfach sich auf einem Pferde sitzend vor der Kulisse fotographieren lassen und sich dabei wie in einem Western von John Ford fühlen.
Nach rund zwei Stunden sind wir fertig mit der Tour und einmal mehr gilt es, die Zelte abzubrechen. Schweren Herzens fahren wir aus dem Tal, halten aber nochmals an und werfen einen letzten wehmütigen Blick auf dieses Naturwunder, bevor wir weiterfahren. Einfach nur wunderschön!




Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen