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Donnerstag, 26. Juli 2012

Highway Number 1 (San Simeon) - 21.Juli

Unsere Route


San Diego verlassen wir ungern. Es hat uns hier sehr gut gefallen, aber das nächste Ziel ist ebenfalls eine tolle Stadt. Wir fahren nach San Francisco! Für die Strecke haben wir uns zwei Tage Zeit genommen und fahren den Highway Number 1 hoch. Die Route führt entlang der Küste und geht entlang von wunderschönen Landschaften.

Und tatsächlich. Am Anfang zwischen San Diego und Santa Barbara haben wir zwar einigen Stau (es ist Freitag), aber danach freie Fahrt. Es ist eine wunderschöne Strecke, vorbei an Sandstränden und den typischen Häusern von Malibu, dann folgen spektaktuläre Buchten und Schluchten mit fantastischem Blick über den Pazifik und die Steilküste. Einfach nur unbeschreiblich. Und da Sommer ist, erleben wir immer wieder den typischen Nebel, welcher sich in der einen Schlucht bildet, nach der nächsten Kurve aber verschwunden ist, nur um ein paar Minuten später jedoch wieder aufzutauchen. Nicht umsonst gilt diese Strasse als die schönste von Amerika - und dementsprechend ist sie auch viel befahren, vor allem auch viele Töfffahrer gibt es hier. Wir geniessen die Fahrt nach San Francisco.

Wir übernachten in San Simeon. Hier gibt es eine Seelöwen-Kolonie, und diese schauen wir uns am nächsten Morgen auch an. Träge, faul und stinkend liegen die massigen Tiere am Strand, dösen vor sich hin, grunzen zwischendurch und ziehen die Zuschauer in ihren Bann. Zudem gibt es hier auch viele putzige Erdhörnchen, die gar nicht mehr scheu sind, sich uns annähern und sogar den Finger beschnuppern. Echt süsse Kerle, die Kleinen!

Nord-Kalifornien hat leider einen nicht unwesentlichen Nachteil...es ist hier für unser Empfinden sehr kühl, wenn nicht sogar kalt. Nach einem halbstündigen Stopp bei den Seelöwen machen wir uns auf die letzte Etappe nach Frisco. Wir halten aber in Carmel nochmals an.

Carmel ist zwar ein richtiges Touristennest, bietet jedoch eine äusserst charmante und reizvolle Atmosphäre. Es liegt direkt am Meer, wunderschön gelegen und hat einige spezielle Eigenheiten. So gibt es keine Strassenlaternen und keine Briefkästen, das ganze Dorf ist mit einem Hauch England überzogen und die Häuser gleichen echten Schlumpf- und Hexenhäuschen. Dazwischen immer wieder feine Restaurants, Wine-Shops und Souvenierläden. Carmel ist wirklich ein echtes Schmuckstück. Wir essen hier sehr gut in einem italienischen Restaurant, trinken guten kalifornischen Wein - und fahren dann endgültig los nach Frisco. Wir haben auf dem Highway Number 1 eine wirklich tolle, wunderschöne und spektakuläre Fahrt gehabt.



Pacific Coast Highway Number one!






Dienstag, 24. Juli 2012

San Diego - 19./20.Juli

Unsere Route  -  Unser Hotel

 
Von Hollywood machen wir uns auf den Weg nach Süden. Wir wollen nach San Diego und dort nochmals ein wenig Sonne und Wärme tanken. Die Tage in LA waren doch eher kühl für unser Empfinden, vor allem abends ist das Thermometer jeweils massiv gesunken. Nach rund drei Stunden Fahrt erreichen wir San Diego. Einen Teil der Strecke haben wir über die US 101 oder auch Highway Nr.1 gemacht, die Strecke führt durch schöne Küstenorte wie Oceanside oder Carlsbad. Wir checken ein im Hotel (diesmal wieder mit Pool) und gehen danach in die Stadt, ins Gaslamp Quarter. Wir schlendern umher, besuchen das Hard Rock Café und essen anschliessend, zum ersten Mal bei einem Thailänder.

San Diego ist eine coole Stadt. Die Atmosphäre hier ist ähnlich easy wie New Orleans, es gibt viele Bars und Restaurants, das Leben findet auf den Strassen statt – und vor allem sind die Temperaturen hier unten wieder viel angenehmer, nämlich einiges wärmer als in LA.

Am zweiten Tag besuchen wir die Old Town von San Diego, eine Mischung aus Santa Fe, Albuquerque und alter Westernstadt. Auf der Mainstreet könnte man einen Clint Eastwood Western drehen, so authentisch sieht es hier noch aus. Es wirkt wie ein kleines Juwel, viele Souvenierläden, Shops und mexikanische Restaurants. Danach ins Seaport Village direkt am Meer. In einem alten Pier geniessen wir ein Glas Wein und essen (wieder einmal) überbackene Nachos. Überbackene Nachos sind mittlerweile unsere Lieblingszwischenmahlzeit geworden. Von Miami über Sana Fe bis San Diego gib es überbackene Nachos in ganz Amerika. Echt lecker! Danach entspannen wir uns am Hotel Pool und gehen abends in die Old Town für das Dinner. Zum ersten Mal schmeckt das Essen wirklich mexikanisch – und zum Abschluss genehmigen wir uns einen Tequila…oder auch zwei. Hier lässt es sich leben!

Hasta la Vista in San Diego!





Donnerstag, 19. Juli 2012

Los Angeles - 17./18. Juli

Unsere Route  -  Unser Hotel



Von Beatty aus machen wir uns auf den Weg nach Los Angeles. Hollywood ruft! Die Fahrt dorthin verläuft relativ eintönig. Wir sind dauernd von einer wüstenähnlichen Landschaft umgeben und plötzlich steht auf der Interstate Los Angeles. Die Stadt wirkt gar nicht wie eine Stadt, es hat zwar viel Verkehr, aber von Hochhäusern oder Stadtähnlichen Gebilden kann nicht die Rede sein. Uns ist es egal, wir wollen ja nur nach Hollywood. Unser Hotel liegt an der Western Avenue, direkt in Hollywood. Von hier aus ist ein Katzensprung zu all den berühmten Sehenswürdigkeiten.

Nach dem Einchecken machen wir uns sogleich auf Entdeckungstour. Natürlich wollen wir als erstes auf den berühmten Walk of Fame, um uns ein wenig wie Stars zu fühlen. Mit der Subway zwei Stationen fahren, und wir sind mitten drin. Wau! Die Strasse ist wirklich voll gepflastert mit Sternen, wahnsinnig viele Leute, aber so richtig in Stimmung kommen wir nicht. Zu normal, zu ungepflegt und zu eintönig und zu steril ist dieser Walk of Fame. Aber egal, hauptsache wir sind hier!

Wir laufen den Hollywood Boulevard auf und ab, gehen in einige der Souvenir Shops und habens dann bald einmal gesehen. Im Hard Rock Café essen wir einen Burger, geniessen die Stimmung und gehen dann ins Hotel. In Los Angeles ist es am Abend extrem kühl, wir frieren leicht – und sind uns solch tiefen Temperaturen gar nicht mehr gewohnt.

Am nächsten Tag stehen wir früh auf und gehen in die Universal Studios. Wir freuen uns mega, stellen dann aber ernüchternd fest, dass alles hier gar nicht so überdimensional und einzigartig ist, wie die Werbung immer weis machen will. Fazit nach dem Besuch: der Europapark in Rust ist gar nicht so schlecht und absolut vergleichbar mit den Hollywood-Studios. Aber das ist wohl auch Geschmacksache. Den Amerikanern scheint es zu gefallen.

Wir verlassen dann am Nachmittag den Park und fahren an den Santa Monica Pier. Eine wunderschöne Gegend, direkt am Meer und der Pier ist zugleich das Westende der Route 66. Natürlich schiessen wir das obligate Foto mit dem Route 66 Schild und geniessen die Sonne und das Meer.

Coast to Coast wurde hier Wirklichkeit. Vor etwas mehr als vier Wochen sind wir in Miami losgefahren, haben im Atlantik gebadet und nun stehen wir rund 4500 km weiter westlich am Pazifik. Einfach cool und geil!! Und was haben wir nicht alles gesehen und erlebt auf der Fahrt hierhin!

Den Abend lassen wir ausklingen auf dem Hollywood Boulevard. Am nächsten Morgen checken wir aus und machen zum Abschluss noch eine Tour durch Hollywood. Wir fahren zum berühmten Hollywood Sign, dann über den Sunset Strip bis nach Beverly Hills und dann zum Rodeo Drive. Diesmal fühlen wir uns wie Eddie Murphy in Beverly Hills Cop…. Es ist wirklich eine schöne Gegend und wir können uns gut vorstellen, warum die Stars hier leben.

Zum Abschluss spazieren wir über den Rodeo Drive, geniessen das Beverly Hills Flair der Reichen und Berühmten. Wir gehen sogar in ein Restaurant, essen und trinken etwas auf eben diesem berühmten Rodeo Drive. Echt cool! Wir haben zwar keine Stars gesehen hier in Hollywood, aber den berühmten Touch haben wir erlebt.

The Walk of Fame!





Death Valley - 16.Juli

Unsere Route



Von Las Vegas machen wir uns auf den Weg ins Death Valley. Bereits kurz ausserhalb der Stadt ändert sich die Landschaft, es gibt hier nur noch Wüste und Felsen. Wir sind gespannt, was uns erwartet, vor allem auch wie heiss es wohl sein wird. Wasser haben wir genügend dabei, vollgetankt ist der Wagen ebenfalls, man weiss ja nie…

Nach rund zwei Stunden Fahrt taucht vor uns das Eingangsschild des Nationalparks auf und wir bezahlen die Parkgebühr. Bis jetzt ist die Umgebung hier noch nichts besonders, aber immerhin, wir sind im Death Valley. Und dann endlich die Strasse zum Dantes View, unserem ersten Stop. Die Strasse windet sich den Berg hoch und am Schluss folgt noch eine 15% Steigung, aber unser Ford schafft dies ohne grössere Probleme.

Von hier oben hat man einen spektakulären Blick auf das Death Valley. Tief unter uns, rund 5000 Fuss, liegt das Tal, umgeben von Bergen und mitten drin die weisse Wüste, der Salzteppich. Der Anblick ist atemberaubend. Und bald werden wir auch dort unten sein.

Wir fahren weiter bis zum Zabriskie Point. Dieser ist nur wenige Meilen entfernt und liegt ebenfalls auf dem Weg ins Valley. Die Sicht am Zabriskie Point ist ebenfalls spektakulär. Nur sieht man hier nicht das Tal, sondern bizarre Felsformationen in allen möglichen Farben. Hier wurden früher seltene Metalle abgebaut, es gab Minen und alle notwendigen Einrichtungen dazu. Wir können uns dies gar nicht vorstellen, so lebensfeindlich wirkt die Umgebung.

Dann geht es los zum Höhepunkt – wir fahren nach Badwater, dem tiefsten Punkt. Er liegt 86 Meter unter Meer und es ist wirklich unerträglich heiss. 114 Grad Fahrenheit zeigt das Thermometer, als wir ankommen, dass sind rund 45 Grad Celsius. Im ersten Moment nehmen wir die Hitze gar nicht wahr, aber nach 10 bis 20 Minuten fährt sie voll ein. Als wir wieder in den Wagen steigen, beginnen wir erst richtig zu schwitzen – es läuft mir nur noch so runter. Nichts wie weg von hier.

Zeitgleich mit unserem Besuch findet hier ein Ultra-Marathon statt! Es gibt tatsächlich irgendwelche Irren, die durch das Valley rennen, mit Flaschen in der Hand, gut eingepackt und begleitet von Fahrzeugen. Unglaublich, was der Mensch alles macht. Na ja, lieber die als wir, denken wir uns.

Wir machen uns auf den Weg nach Beatty, einem kleinen Village knapp ausserhalb des Death Valley. Unterwegs dorthin wird uns bewusst, wie einsam es hier ist. Weit und breit ist niemand mehr, ab und zu kommt zwar ein Auto entgegen, aber das wars. Hier möchten wir wirklich keine Panne haben. Kurz vor Beatty besuchen wir dann noch Rhyolite, eine Ghost Town. In Beatty angekommen, checken wir ein und springen dann direkt in den Pool – wie gut das tut. Was für eine Abkühlung und was für eine herrliche Entspannung nach diesem heissen Tag.

Just relax!





Dienstag, 17. Juli 2012

Las Vegas - 14./15.Juli

Unsere Route  -  Unser Hotel


Von Kingman aus fahren wir Richtung Norden. Es sind rund zwei Stunden Fahrt bis nach Vegas und es ist bereits 5 Uhr. Wir müssen uns beeilen, denn wir wollen ja auch noch den Hoover-Dam besichtigen. Ich gebe also Gas und sehe mit Vergnügen, wie sich die Ankunftszeit des Navi Minute um Minute vorverschiebt. Als wir am Hoover Dam ankommen, habe ich ganze 10 Minuten herausgeholt.

Wir fahren über die neue Brücke, welche genau auf der Grenze von Arizona und Nevada liegt und biegen ab. Über den Damm selbst kann man nicht mehr fahren, die alte Strasse dient nur noch als Parkplatz und Zufahrt. Vom Damm aus hat man einen tollen Blick auf die imposante Brücke, welche sich über die Felsschlucht schwingt. Ein Wahnsinns-Bauwerk! Wir staunen nur noch. Dann gehen wir hoch zur Brücke und laufen bis zur Mitte, von wo man einen guten Blick auf den Hoover Dam hat. Wir schauen hinunter und geniessen die Aussicht. Und auch das Wetter spielt wieder mal verrückt. Vor uns über dem Damm blauer Himmel, hinter uns auf der Brücke tiefschwarz und Regen mit zwei Regenbogen.

Dann geht es weiter nach Las Vegas. Auch hier können wir es kaum erwarten. Mittlerweile bricht die Dämmerung herein, und die Lichter beginnen zu glitzern. Unser Hotel liegt direkt am Las Vegas Boulevard, besser bekannt als the Strip. Wir fahren zuerst durch Downtown und sehen eine Wedding Chapel nach der anderen, eine kitschiger als die andere, dazwischen auch weisse klassische, und jede Menge Brautpaare davor. Viva Las Vegas!

Dann erreichen wir das Hotel. Zuerst zweige ich aber falsch ab und lande beim Palazzo. Also drehe ich nochmals eine kleine Runde auf dem Strip bis ich beim Venetian bin. Vor der Entrance hat es bereits so viele Leute und als wir das Hotel betreten verschlägt es uns erst einmal den Atem. Das Hotel ist schlichtweg fantastisch! Im venezianischen Stil eingerichtet und gebaut erweckt es wirlich den Eindruck von Venedig. Piazza San Marco, Gondoliere, die singen und ein immer blauer Himmel - wir sind im Paradies. Und vor dem Check In steht bereits eine riesige Schlange, geduldig stellen wir uns an, bis wir unser Zimmer erhalten, eine Suite mit Blick auf den Strip.

Wir fackeln nicht lange, sondern ziehen uns um und gehen sofort auf den Strip. Alles ist hier so gross, es hat soviele Leute auf der Strasse - die Orientierung fällt uns am Anfang schwer. Aber wir finden unseren Weg und gehen ins Mirage, Ceasar Palace und Bellagio. Und dort betrachten wir natürlich die weltberühmten Wasserspiele des Brunnen. Diesmal kommen wir uns vor wie Ocean Eleven...Es ist schon ein tolles Gefühl, all die Orte zu sehen, welche man in den Hollywood-Filmen jeweils sieht. Und zum Abschluss des Abends erkunden wir dann noch unser Hotel und all die Shops und nachtürlich das Casino. Auch am nächsten Tag besuchen wir die weiteren grossen Hotels, MGM, Luxor, New York und wie sie alle heissen. Und am Abend gehen wir auf den Stratosphere-Tower, wo wir aus 280 Metern Höhe einen wunderbaren Blick auf Vegas by Night geniessen.

Es ist ein Wahnsinn, was hier abgeht. Ich habe noch nie soviele Menschen auf der Strasse gesehen wie hier, ein Fortkommen ist manchmal gar nicht mehr möglich. Das Glitzern der Lichter, die imposanten Kulissen der Hotels, all die Strassenkünstler, und all dies noch bei tropischen Temperaturen. Hier pulsiert das Leben in vollen Zügen. Schade, dass wir nach zwei Tagen bereits wieder weiter müssen, wir wären gerne noch länger gebliegen und hätten die Stadt und das Hotel noch länger genossen. Aber vielleicht kommen wir ja wieder einmal hierher zurück!

Viva Las Vegas!












Montag, 16. Juli 2012

Flagstaff (Seligman) - 13.Juli

Unsere Route


Unser nächstes Ziel nach Monument Valley ist Flagstaff. Die Stadt liegt im Herzen von Arizona, in der Umgebung gibt es viele schöne Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten. Wir aber kehren hier wieder auf die Route 66 zurück und wollen das besterhaltenste Stück der Strasse befahren: die mittlerweile legendäre Strecke von Seligman nach Kingman.

Flagstaff selbst hat zwar einiges Flair, die Downtown ist recht hübsch, jedoch ein wenig in die Jahre gekommen. Und alle 10 Minuten quälen sich mit donnerndem und krachendem Getöse die Güterzüge der Santa Fe Railroad durch die Stadt. Wir übernachten im Super 8 Motel und machen uns am anderen morgen auf den Weg. Wir machen zuvor einen kurzen Halt im EagleRiders Harley und Route 66 Shop. Der Besitzer, ein Deutscher, erzählt uns hier einiges über die Route und wie diese wieder hergestellt wurde. So wurde u.a. der Film Cars anhand der Geschichte der Route 66 und dem Ort Seligman produziert. Wer den Film und die Geschichte der Strasse kennt, versteht plötzlich um was es geht.

Die Route 66 verläuft von hier aus zuerst nach Williams, dann nach Seligman, und von dort aus führt die Strasse weit weg von der Interstate und folgt der ursprünglichen Originalroute über Hackberry bis nach Kingman. Alle diese Orte wurden liebevoll gepflegt, wieder herausgeputzt, restauriert und entführen uns in längst vergangene Zeiten.

Die kleinen schmucken Häuser, General Stores und Shops sind ein Wahnsinn. Lebensgrosse Puppen stehen oder sitzen davor, ein Elvis spielt Gitarre. Uralte Zapfsäulen, die noch funktionieren und überall stehen alte, coole Autos, Cadillacs, Polizei-Autos – und plötzlich sehen wir auch Hook und Luigi, die putzigen Genossen aus dem Film Cars. Es ist also wirklich wahr, die Geschichte nimmt hier ihren Anfang. Echt cool!

Einmal mehr fühlen wir uns in der Zeit zurück versetzt und würden am liebsten noch länger an diesen Orten verweilen. Allein die Orte Williams, Seligman und Hackberry (wobei dies nur ein General Store ist, und Tipp: hier unbedingt die Restrooms besichtigen!) prägen und stehen für die Route 66. Sie machen die Legende aus und sorgen dafür, dass sie weiterlebt!

In Kingman besuchen wir zum Abschluss das Route 66 Museum und essen einen Hamburger im legendären Dr. D’z, gleich gegenüber. Hier finden sich auch die Route 66 Zeichen auf der Strasse, die ich fotographiert habe. Lange haben wir danach gesucht und nun endlich gefunden.

Eigentlich wollten wir gerne noch weiter nach Oatman. Dies muss ein ganz interessanter Ort sein, eine echte kleine Westernstadt, vor allem gibt es dort auch freilebende Esel, welche in der ganzen Stadt herumlaufen. Leider reicht aber die Zeit nicht mehr und wir verlassen die Route 66 und zweigen ab nach Las Vegas, unserem nächsten Stop. Wir werden sie aber in Los Angeles nochmals queren, dort wo sie nach 2278 Meilen endet oder beginnt, in Santa Monica.

Was in vielen Liedern besungen worden ist - so auch von den Rolling Stones- und was auch heute immer noch gilt, haben wir gefunden und bekommen:


Get your kicks on Route 66! 





 

Sonntag, 15. Juli 2012

Monument Valley - 12. Juli

Unsere Route  -  Unser Hotel


Nach dem herrlichen Tag im Grand Canyon machen wir uns auf den Weg ins Monument Valley. Wir können es kaum erwarten, bis wir dort ankommen. Unzählige Male haben wir Bilder davon gesehen, aber nun dies alles in Wirklichkeit vor uns zu haben - was muss das für ein Gefühl sein. Schon auf dem Weg dorthin bewundern wir wiederum die total gegensätzliche Landschaft von Arizona. Da fahren wir eine Anhöhe hoch, bewachsen mit Kiefern, dichten Wäldern und einem Geruch wie in den Schweizer Bergen, und im nächsten Moment, oben angekommen, erscheint auf der anderen Seite eine karge Wüstenlandschaft mit gedrungenem, struppigen Gebüsch, von Felsen durchzogen.

Sommerzeit ist hier auch Monsumzeit. Das stellen wir in den letzten Tagen immer wieder fest. Innerhalb von Minuten verdunkelt sich der Himmel. Schwarze, dichte Wolken hängen tief über den Tälern und Felsen, die Blitze zucken nur so herab, und dann ergiesst sich ein Wasserfall über unser Wagen. Kein Wunder haben früher alle gedacht, die Götter sind erzürnt! Echt unheimlich, aber ein gewaltiges Naturschauspiel.

Wie die Landschaft wechselt auch das Wetter innerhalb von Minuten. Plötzlich klart der Himmel auf und strahlt im schönsten Blau - und vor uns tauchen die ersten Formationen des Monument Valley auf. Wir sind entzückt! Die Götter meinen es also gut mit uns.

Beim Abzweiger "Monument Valley" in Kayenta zweigen wir ab und fahren ins Tal hinein, die majestätischen Felsen vor uns kommen immer näher. Schnurgerade führt die Strasse ins Tal hinein - wie oft haben wir dies in Filmen gesehen. In diesem Moment kommen wir uns vor wie Thelma und Louise! Es ist einfach nur atemberaubend!

Unser Hotel liegt direkt im Park und alle Zimmer haben Sicht auf das Valley und die Felsformationen. Auch vom Restaurant aus geniesst man volle Sicht auf das Tal. Unvorstellbar! Wir essen hier und im Hintergrund stehen die mächtigen Felsformationen. Es ist einfach zu kitschig um wahr zu sein, aber es wahr. Wie verzeihen dem Hotel in diesem Moment sogar, dass man hier keinen Alkohol bekommt, denn mit einem Glas Wein lässt sich der Sonnenuntergang und das Naturspektakel zweifelsohne stilvoller geniessen. Einmal mehr erleben wir einen unvergesslichen und wunderbaren Abend.

Am nächsten Morgen folgt wiederum same procedure as always und dann starten wir mit unserm SUV - auf neudeutsch ein Sport Utiliy Vehicle - zum Valley Drive. In etwa 2-3 Stunden, je nach Haltedauer und Fahrweise, darf man das Monument Valley auf einer vorgegebenen Strecke durchfahren. Was für ein Feeling! Die holprige Strecke verlangt mir alles ab, auf dem Sand drehen die Räder immer wieder durch und wir werden durchgeschüttelt wie auf dem Auto-Scooter. Aber es ist wahnsinnig aufregend und wir haben unseren Spass. Und unser Wagen sieht danach aus wie nach einer Wüstenralley.

Die Navajos lassen sich auch vieles einfallen hier im Tal. Man kann Pferde mieten und durch das Tal reiten, man kann zu einem Felsen wandern oder einfach sich auf einem Pferde sitzend vor der Kulisse  fotographieren lassen und sich dabei wie in einem Western von John Ford fühlen.

Nach rund zwei Stunden sind wir fertig mit der Tour und einmal mehr gilt es, die Zelte abzubrechen. Schweren Herzens fahren wir aus dem Tal, halten aber nochmals an und werfen einen letzten wehmütigen Blick auf dieses Naturwunder, bevor wir weiterfahren. Einfach nur wunderschön!

Where Sky meets Earth!